8 - Abenteuer in der Trisselwand bei Altaussee

Die Trisselwand, die über dem Altausseeresee sich gegen den Himmel reckt, durchkleterte ich dreimal. Die erste Tour unternahm ich mit dem Sprachwissenschaftler Wilfried Schabus um 1980.Wir durchkletterten die Wand auf der Hoferroute, die mit dem Schwierigkeitsgrad 5 bewertet wird. 
Es war eine herrliche Tour, deren Aufstieg über eine Höhle nicht einfach war.
Die zweite Tour unternahm ich mit Dr. Michael Spitzy, der bis dahin noch nie geklettert ist. Ich überredete ihn, mit mir auf dem eher leichten Reindlweg zu kletterten. Ich erklärte ihm, ich hätte klettern gelernt, er bräuchte keine Angst zu haben mit mir zu klettern. Ich konnte ihn von meiner Kletterkunst überzeugen und so stiegen wir an einem Sommertag des Jahres 1982 in aller Früh in die Wand ein. Wir kamen auch gut voran, doch, für mich war dieser "Weg" noch neu. Ich verstieg mich daher in unwegsames brüchiges Gelände. Wir gaben es auf, weiter zu klettern.  Michael meinte, er würde keinen Schritt weiter machen.  Ein Herr, der beobachtet hatte, wie wir uns in der Wand verstiegen haben, alarmierte den Bergrettungsdienst. Dieser freundliche Herr war übrigens ein Verwandter des berühmten, 1913 abgestürzten Bergsteigers Paul Preuss. Per Huibschrauber waren die Bergrettungsleute binnen kurzer Zeit am Fuße der Trisselwand. Dies wäre allerdings nicht mehr notwendig gewesen, denn wir seilten uns bereits  langsam in der Wand ab. Als wir ein Stück auf diese Weise uns abgeseilt hatten,  erschienen bereits brave Bergrettungsleute, angeleitet von Herrn Klaus Reischenböck, der uns zurief, wir sollten auf sie warten. Sie dachten wohl, wir würden es mit dem Abseilen nicht schaffen. Sie halfen uns und wir kamen wohlbehalten am Fuß der Wand an. Wir dankten diesen netten Menschen und wanderten zu Fuß zum Altausseer See, an dem schon meine Frau Birgitt und Michaels Mutter besorgt auf uns warteten. Beide hatten den Hubschrauber fliegen gesehen. Michis Mutter meinte, der Hubschrauber würde wegen uns unterwegs sein. Meine Frau versuchte, sie zu beruhigen und meinte, der Hubschrauber würde den damaligen Minister Hannes Androsch einfliegen.Dem war aber nicht so. Man war froh, dass wir heil im Ort Altaussee  angekommen sind.
In der Ausseer Faschingszeitung im drauffolgenden Februar belustigte man sich vor allem über meine Kletterkünste. Immerhin ist es eine Ehre, überhaupt in die Faschingszeitung zu gelangen.
In den Zeitungen lasen wir folgende Berichte über unser Abenteuer: